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Frankfurt am Main

Hotel Garni, Sanierung und Erweiterung auf 62 Zimmer

Direktauftrag, 2015-2018

 

Julia und Igor Davidovski

LPH 1-4, Fertiggestellt, BGF 1.990 m2

Projektteam: Jens Jakob Happ, Matthias Scholz, Od Phumphuang

 

Weil sich die gründerzeitliche Villa im Stil der Neorenaissance als zu klein für einen zeitgemäßen Hotelbetrieb erwies, galt es, das vorhandene Zimmerangebot mit einem Anbau von 22 auf 62 Zimmer zu vergrößern. Die bauliche Erweiterung des Hotels sorgt zunächst dafür, dass die Raumkante zur Friedberger Landstraße, die aufgrund der zurückspringenden Bauflucht der benachbarten Gewerbebauten an Kontur verloren hatte, wieder betont wird. Alt- und Neubau erscheinen dank der spiegelsymmetrischen Verdopplung der historischen Schmuckfassade sowie der konsequenten Fortführung von Geschosshöhen sowie der Dachform mit einer Neigung von 45 Grad als bauliche Einheit. Anders formuliert: Hier wächst tatsächlich zusammen, was auch zusammengehören soll. Wie der Bestandsbau schließt auch die Erweiterung mit einem Schaugiebel ab, allerdings in einer reduzierten Formensprache bei Ornament und Zierrat. Diese geschickt anmoderierte Überführung des Gebäudes in die Gegenwart leitet zur modernen Interpretation des Nordflügels über. Nord- und Westflanke sowie Innenhoffassaden suchen mit bodentiefen Fenstern den formalen Anschluss zu den Proportionen des Altbaus.