• Hellerhöfe
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Hellerhöfe, Frankfurt am Main

Wohnungs- und Bürobau, Einzelhandel, Schule 

Eingeladener kooperativer städtebaulicher Realisierungswettbewerb, 2021 

mit hochbaulicher und freiraumplanerischer Vertiefung und einem städtebaulichen Ideenteil 

 

Auslober: PE Hellerhöfe F.A.Z. GmbH & Co. KG und PE Hellerhöfe FS GmbH & Co. KG

WBW, BGF 82.000 m²

 

Projektteam: Jens Jakob Happ, Jelena Duchrow, Roberto Roel, Ting Zheng, Nan Wu

Zusammenarbeit: BWP Endreß Landschaftsarchitekten, Bollinger + Grohmann, Büro Hausladen

 

Städtebauliche Kontinuität - Mit dem Umzug der des Druck- und Verlagshauses der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht die hundertjährige Zeitungstradition im Gallusviertel zu Ende. Die jetzt freiwerdenden Stadtblöcke beidseits der Hellerhofstraße sind kein beliebiger Bauplatz. Die Geschichte und Bedeutung als Ort, von dem aus Nachrichten in alle Welt gingen, als Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung und intellektueller Reflexion, nicht nur physisch zu überführen in eine neue Entwicklungsschicht, sondern auch etwas vom geistigen Raum zu bewahren, ist die Herausforderung. Aus dem Anknüpfen an die Tradition des Orts wird ein Zukunftsbild entwickelt, das die Kontinuität des gründerzeitlichen Städtebaus in Frankfurt mit dem Aufbruchsgeist des Neuen Bauens verbindet. Grundstruktur des Entwurfs ist der städtische Block mit Hausparzellen um gemeinschaftliche Höfe. Die Raumkanten der Blöcke sind durch die Fluchtlinien vorgegeben, die Blockecken sind baulich betont. Alle Häuser werden straßenseitig oder vom Quartiersplatz in Blockmitte erschlossen. Die räumliche Aufweitung in Blockmitte markiert den Platz als Treffpunkt und kommunikatives Zentrum für die Bewohner. Große Durchgänge von der Mainzer Landstraße und Frankenallee führen zum Quartiersplatz mit gemeinschaftlichen Angeboten im mittleren Hof. Eine Arkade vor dem Bürogebäude an der Mainzer Landstraße wertet gleichermaßen den Haupteingang und die erdgeschossige Nutzung mit Läden und Geschäften auf. Die umgebungstypische Parzellierung ist Voraussetzung für eine strukturelle Vielfalt der Grundrisse und Fassadengestaltungen. Einzelne Häuser mit einer überschaubaren Anzahl von Wohnungen sind die Keimzelle einer funktionierenden Nachbarschaft, die je nach individuellem Temperament Öffnung und Privatheit erlaubt.