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  • Projekte / Museum Welt der Versuchungen

Das Projekt verstehen wir als ein „Forum“, als Plattform fü r das Aufspü ren, Aufgreifen, Prä zisie- ren und engagiertes Bearbeiten der den Menschen und die menschliche Gesellschaft von Anbe- ginn bestimmenden Fragen und Probleme der „Versuchung“ mit ihren unbegrenzten positiven und negativen Auswirkungen auf das Individuum und sein Verhä ltnis zur Welt (und zu seinen Mitmenschen). Es bedarf heute einer primä r diskursiven und lebendigen Behandlung von gesell- schaftlich relevanten und brisanten Herausforderungen, die das Phä nomens der „Versuchung“ mit sich bringt.

Die aktive Teilhabe von Bü rger*innen − Einzelpersonen wie Gruppen − unterschiedlicher gesell- schaftlicher und kultureller Herkunft, Altersstufen und Bildungsvoraussetzungen an allen Aktivi- tä ten und Angeboten hat als Grundprinzip und Ziel des als „Forum“ genutzten und gestalteten Atriums zu gelten. Dieses verstehen wir als einen auf Partizipation ausgelegte „Kontakt- und KonDliktzone“, als einen Diskursraum, in dem Einzelpersonen wie Gruppen − unterschiedlicher gesellschaftlicher und kultureller Herkunft, Altersstufen und Bildungsvoraussetzungen in moderierten Gesprä chen/ Diskussionen/ Verhandlungen persö nlich aufeinandertreffen, ihre Fragen, Probleme, Wü nsche und Visionen einbringen, diskutieren, u. U. modiDizieren oder aber auch verteidigen. Wesentlich ist dabei die Chance, in die emotionalen ebenso wie rationalen Be- weggrü nde fü r explizite Meinungen und Haltungen anderer Teilnehmer*innen einzudringen. Das Atrium, hier gedacht als zentrales Forum, ist mit allen technischen Einrichtungen fü r unter- schiedlichste thematische Veranstaltungen und vor allem fü r die Produktion und Ausstrahlung der im Haus erarbeiteten Inhalte ausgestattet. Wir erachten eine intensive mediale AuDbereitung der im Forum produzierten Inhalte zu den zentralen Aufgaben der Institution unter maximaler Nutzung traditioneller ebenso wie der jeweils neuesten sozialen Medien, der wohl heute wohl wirkungsmä chtigsten „Welt der Versuchung“.

Die auf verschiedenen Ebenen angeordneten unterschiedlich dimensionierten Rä ume fü r kura- tierte Ausstellungen kö nnen ebenso als Aktions- und Produktionsrä ume fü r die Entwicklung und Umsetzung von Projekten genutzt werden, in welchen Gruppen ihre Ideen, Trä ume aber auch ih- rer Lebensrealitä t materielle Form geben kö nnen. Die architektonische Ausbildung der Rä ume und des Rundgangs verstehen wir als ein Mö glichkeitsfeld fü r wechselnde inhaltsbezogen Ge- staltungen.DasGebäudebietetdieMöglichkeitunterschiedlicheRundgängezuorganisierenund dadurch Aktionsbereich für Gruppenarbeit zu separieren.