• Emil Adolff Strasse
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Emil Adolff Strasse

Zwei Discounter und Büroflächen

Eingeladener Wettbewerb 2020, Stadt Reutlingen 


Wettbewerb 1.Preis, BGF: 4.580 m²

Projektteam: Jens Jakob Happ, Franscisco Falconi, Roberto Roel, Ting Zheng

 

Das Areal zwischen der Schieferstraße und Emil-Adolff-Straße steht als Standort der ehemals größten Fabrik von Reutlingen auch für ein bedeutsames Stück Industriegeschichte. Als Ausdruck einer gewandelten Sicht auf den urbanen Raum wie auch einer Wertschätzung für die Qualität der Industriearchitektur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bietet sich mit der geplanten Konversion die Chance, an diese Tradition anzuknüpfen und den Standort als gemischtes Quartier mit Handels-, Gewerbe- und Büronutzung (und vielleicht eines Tages auch Wohnnutzung) erheblich aufzuwerten. Die Nähe zum Hauptbahnhof und die sehr gute Erreichbarkeit von der B28 sprechen ebenfalls für eine hohe Standortqualität. Ziel ist die Aufwertung und Entwicklung des Einzelhandels-Standortes östlich der Innenstadt von Reutlingen durch Erhalt und Wiederbelebung der stadtbildprägenden Backsteinarchitektur. Das ehemalige Gebäude des Bauhaus Bau- & Heimwerkermarktes wird rückgebaut. Bestehende Raumkanten entlang der Schieferstraße und der Emil-Adolff-Straße werden zum öffentlichen Bereich und auch nach innen beibehalten. Die Substanz der historischen Backsteinfassaden wird über den gesetzten Umfang hinaus weitgehend erhalten und als elementarer, identifikationsstiftender Anknüpfungspunkt von hohem emotionalem Wert in das neue Gesamtkonzept integriert. Sie werden durch die Neubauten in ihrer räumlichen Wirkung gesteigert und durch Öffnung zur Echaz landschaftlich stärker eingebunden. Im Gegensatz zur stadträumlichen Verdichtung im Kernbereich des Areals werden die Teilflächen im südöstlichen Bereich freigeräumt und ausschließlich für Hochwasserschutz-Maßnahmen nutzbar gemacht. Sie sind zukünftig Bestandteil des Erlebnisraums an der Echaz. Auf eine bauliche Entwicklung wird hier verzichtet zugunsten einer klaren landschaftsräumlichen Freilegung und Renaturierung des Echaztals als Retentionsraum von hohem ökologischem Wert.